Naive Satire in Miniaturen

Hallo! Mein Name ist Lisa. Ich benutze süße und positive Bilder, um über Grausamkeit und Verletzlichkeit zu sprechen.

Exstrimist

Exstrimist

, 2025

«Sitzen und Zuschauen»

polymer clay · tempera

9×10×9cm

Put in the jail

Put in the jail

, 2024

«Sitzen und Zuschauen»

polymer clay · tempera · holz

10×10×10cm

VPNpuziki

VPNpuziki

, 2026

«Ich wollte einfach den Fernseher anschauen»

leinwand · acryl

50×40cm

Unicorn

Unicorn

, 2025

«Fantastische Tiere»

polymer clay · tempera

7×8×11cm

Artist Statement

Ein wiederkehrendes Thema in meiner künstlerischen Praxis ist der Wunsch, die Welt auf eine überschaubare Größe zu verdichten. Dieser Impuls hat seine Wurzeln in meiner Kindheit — einer Zeit, in der mir die Realität zu weitläufig und beängstigend erschien. Im Laufe der Zeit hat sich dieser Impuls zu einer Methode entwickelt, Themen wie Macht, soziale Ungerechtigkeit, Verletzlichkeit und Trauma durch die Arbeit mit Maßstäben, verspielter Ästhetik und der Inszenierung von Mise-en-scène zu erforschen.

Durch Malerei und Miniaturen hinterfrage ich die vertraute Hierarchie von Macht und Kontrolle und schaffe einen Raum, in dem sowohl die Künstlerin als auch die Betrachterin angesichts überwältigender Umstände vorübergehend ein Gefühl von Handlungsfähigkeit und Kontrolle zurückgewinnen können. Mich interessiert die Möglichkeit, Gewalt und Verletzlichkeit durch bewusst positive, niedliche und lustige Bilder anzusprechen — was ich als „naive Satire“ bezeichne. Meine Arbeiten ahmen Spielzeug nach und übernehmen eine pseudo-verspielte Struktur, wodurch ein produktiver Konflikt zwischen einer lebendigen Erzählung und einem beunruhigenden Kontext entsteht.

Über mich

Ich wuchs in Nizhny Novgorod auf, aber immer träumte ich von St. Petersburg, wo ich schließlich in der Lage war, einzuschulen zu kommen und einzuschulen zu werden. Aber aufgrund des Krieges in der Ukraine und politischer Repressionen war ich gezwungen, das Land zu verlassen und eine neue Lebensweise aufzubauen.

In der Exilgemeinschaft hatte ich die Möglichkeit, Politik offen zu diskutieren und konzentrierte mich auf meine eigene visuelle Praxis. Derzeit lebe ich in Serbien und bin Teil des internationalen Ausstellungsprojekts Artists Against the Kremlin. Meine künstlerischen Projekte wurden in unabhängigen Medien wie Meduza, DOXA, «Vot Tak», Trouw und «Verstka» berichtet.

Ausstellungen

  • «Artists Against the Kremli»

    Gruppenausstellung

    «Artists Against the Kremli»

    Di Bale, Amsterdam · 2025

Publikationen

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